Die Tragik einer großen Feministin

Man kann Alice Schwarzer schätzen und sie hat große Verdienste für die Rechte der Frauen. Aber im Fall Kachelmann lag die 74jährige voll daneben. Leider will Deutschlands wichtigste Feministin bis heute nicht einsehen, dass sie bei juristischen Dingen einfach keinen Durchblick hat. Ihr Auftritt gestern in Köln hat das wieder bewiesen – auch wenn alle Welt nur über den Überraschungs-Auftritt von Jörg Kachelmann redet:

 

 

Viel spannender war das, war davor und danach passierte: nämlich die brutale Selbst-Demontage einer einst gefeierten Feministin.

Da kamen Sätze, wie: „Vergewaltigung ist heute in Deutschland ein quasi straffreies Verbrechen.“ Oder: „Irgendwo müssen die ja sein, die Millionen Täter der Sexualverbrechen.“ Nur jeder 100. Vergewaltiger werde in Deutschland verurteilt.

Zahlen, die keine Statistik hergibt und die sich Alice Schwarzer offenbar selbst ausgedacht hat. Der Fall Kachelmann hat die 74jährige offenbar in eine Art Wahn getrieben: Sie hat in sämtlichen Instanzen gegen Kachelmann verloren, musste eine Unterlassungserklärung abgeben, weil sie immer weiter behauptet hatte, der Wettermoderator habe seine Freundin vergewaltigt. Obwohl der längst freigesprochen worden war. Alice Schwarzer hat offenbar komplett den Bezug zur Realität verloren. Auf die Argumente des Überraschungs-Besuchers Kachelmann geht sie überhaupt nicht ein. Das ist tragisch. Aus der streitlustigen Powerfrau der 70er Jahre ist eine verwirrte Oma geworden. Alice Schwarzer muss sich schnell aus der Öffentlichkeit zurückziehen, in ihrem eigenen Interesse. Ihre großen Verdienste um die Gleichberechtigung der Frau werden bleiben.

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Foto: Michael Lucan