Der mächtigste Mann der Welt könnte wirklich geisteskrank sein

Gerüchte, dass Donald Trump nicht ganz dicht ist, gibt es schon lange und sie wurden durch die Ereignisse der letzten Wochen immer lauter. Darüber öffentlich gesprochen hat bisher niemand. Doch erstmals hat ein namhafter US-Journalist jetzt den Bann gebrochen.

Unter der Überschrift „Der Wahnsinn von König Donald“ spricht Andrew Sullivan von der New York Times das aus, was längst alle glauben: Der mächtigste Mann der Welt ist tatsächlich geisteskrank.

„Wenn sie jemanden kennenlernen würden, der ständig erfundene und offensichtlich unwahre Dinge sagt, was würden sie von ihm denken? Wenn sie ihren Nachbarn besuchen, er zeigt ihnen das neue Wohnzimmer, das tiefblau gestrichen ist, und er behauptet, es wäre scharlachrot – wie würden Sie reagieren? Wenn er dann ein Familienmitglied bitten würde, die gleiche offensichtliche Lüge zu wiederholen, wie würden sie reagieren? Und wenn sie später mal wieder vorbei kommen, und er immer noch von seiner roten Wand schwärmt – was dann?“ fragt Sullivan.

Seine Antwort darauf ist einfach: „Sie würden denken: Der Mann ist durchgeknallt, gestört, er lebt in einem bizarren Paralleluniversum. Dann verabschieden sie sich schnell, gehen nie wieder hin und warnen die Nachbarn vor diesem Mann.“

Mit einer ganzen Reihe von Lügen – von der Zahl der Besucher seiner Amtseinführung bis zu frei erfundenen Mordstatistiken – hat Trump inzwischen deutlich gezeigt: Er hat den Bezug zur Realität definitiv verloren. Er hat sich nie für eine einzige Lüge entschuldigt. Ein klares Zeichen dafür, dass er selbst seine gefakten Geschichten glaubt. Er zerstört damit etwas, was die Grundlage jeder Demokratie: eine gemeinsame Basis von Fakten, ohne die keine sinnvolle Diskussion über politische Entscheidungen möglich ist.

„Im Herzen der Regierung des mächtigsten Landes der Welt“, schreibt Sullivan, „herrscht jetzt der Wahnsinn.“

 

Foto: Gage Skidmore